Schönste 1/8 Cumuli zierten den Himmel
über Würzburg an jenem 7. Juni
dazu noch eine schwache Nordlage und die
Bedingungen für die Abtsrodaerkuppe,
(N-NO Startplatz an der Wasserkuppe) waren
perfekt.
Lediglich ein Zoom und ein
Flexibler hatten bis dato den Startplatz
erkennbar überhöht. Altocumuli
en masse, Ausbreitungstendenz deutlich erkennbar.
Eine Lücke in der Wolkendecke und kurze
Zeit später kreisten der Zoom und ich
in zarten thermischen Ansätzen. Den
Zoom spülte es runter, mich zum Glück
nicht. Der erste gute Bart zeigte den direkten
Weg zum Tower, also nix wie raus. Der zweite
gute Bart riss am Sattel zum Palettenwerk
ab. Westlich vom Westhang ging es noch(!)
gemütlich an die Basis.
Beim ersten Versuch die Schwedenschanze
Richtung Arnsberg zu überqueren scheiterte
an einem mächtigen Sauger, der gegen
die Sperrzone Wildflecken drückte.
Über 4m Steigen in knapp 2000m Höhe
und eine Basis die kein Ende zu nehmen schien.
Es wurde zum geordneten Rückzug angesetzt.
Der zweite Versuch glückte etwas später
und ein bisschen tiefer.
Über Oberwildflecken
ging es wieder aufwärts, die Bekleidungskammer
hat wohl zum Lüften der Stuben durchgerungen.
Die Hügelkette Richtung Platzer Kuppe
war gesäumt von düsteren Cumulanten.
Teilbeschleunigt bei guten Steigwerten immer
geradeaus. Der Riesensauger, der mich noch
immer verfolgte, machte aus dem „Rhöner
Spaziergang“ einen kleinen Spießroutenlauf
mit präfrontalem Charakter.
Abgleiten nach Oberthulba,
die butterweiche Abendthermik trieb einen
noch bis Hammelbur. Der Steinbruch neben
der A7, der zuvor noch von einem schönen
Cumulus geziert war, machte keinen Mucks
mehr. Glück für Katrin, sie darf
ihr Streckenflugshirt vorerst(!) noch behalten